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Am
abend wurde es Zeit für einen Spielbesuch im legänderen Camp
Nou (katalonisch für Neues Feld), dem mit fast 100.000
Sitzplätzen größtem Fußballstadion Europas. Es
blieb knapp eine Stunde für die Organisation der Eintrittskarten,
für 26 € am Ticketschalter war man letztlich dabei. Sah das
Stadion von Außen gar nicht mal sooo imposant aus, stockte einem
Innen schon fast der Atem! Absolut gigantisch! Die vier Ränge
ragen bis zu 48 Meter in die Höhe, von hier oben hat man eine
tolle Sicht auf die Stadt. Tausende Sitzschalen sind auf Bildern gar
nicht zu sehen, da sie unter dem nächst höheren Rang
überdacht sind. Ansonsten bietet nur die Haupttribüne eine
Überdachung. Bald begann auch schon das Spiel des Tabellenzweiten
gegen den Sechsten der Primera División. Barça bot mit Puyol, Zambrotta, Deco, Iniesta, Giovani,
Henry, Messi und Co. schon eine kleine Weltauswahl auf. Auf Superstar
Ronaldinho musste Trainer Rijkaard verzichten. In den Bann ziehen
konnte mich diese Partie aber im Gegensatz zu den letzten beiden
Spielen nicht! Der ehemalige Welt- und Europameister Thierry Henry
sorgte für den einzigen Treffer der Partie nach 30 gespielten
Minuten. Und wie war die Stimmung? Der heimische Fanblock bestand aus
vielleicht 25 Leuten mit einigen Fahnen, welcher sich nur hin- und
wieder mal mühte den Mund aufzumachen. Phasenweise war es im
Stadion so still dass man denken könnte man wäre auf einem
Bolzplatz und nicht in einem mit 60.000 Zuschauern gefüllten
Stadion. Unfassbar dass die Fans eines 18-fachen spanischen Meisters,
24-fachen Pokalsiegers und mehrfachen Europapokalsiegers spielend
leicht von Fans eines Oberligisten übertroffen werden
könnten. Zu hören war eigentlich nur ein wenig Raunen nach
guten oder schlechten Spielszenen, Barça-Rufe, Messi-Rufe (welcher zur Einwechslung gefordert
wurde) und zig Plastik-Tröten. Richtig übles Event-Publikum
also! Gästeanhänger aus Santander konnten nur sehr
vereinzelnt gesichtet werden.
Nach dem die Partie Zuende war und die Verteilung von Gratis-Puddings
vor dem Stadion fast mit Verletzten endete, konnte es auch schon wieder
mit der Metro zurück zum Hostel gehen. Viel Schlaf gab es auch
diesmal nicht, denn am Montag morgen um 6 Uhr sollte der Regionalzug
die Passeig de Grácia in richtung Girona verlassen. Irgendwie
war man ja auch froh aus Barcelona wegzukommen, denn so wirklich
gefallen konnte die Stadt nicht. Lediglich das Wetter sollte man noch
vermissen! Dank einer Verspätung wurde der stündlich fahrende
Bus zum Flughafen nicht mehr erreicht, so dass für die knapp 10 km
ein Taxi herhalten musste. Rein in den Flieger, raus aus den Flieger
und schon hatte man sein norddeutsches Mistwetter wieder! Alles in
einem zwar ein anstrengendes, aber doch lohnenswertes Wochenende mit
einigen imposanten Eindrücken. Gracias!
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