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Was
für ein Spiel! Was für
Tore! Welch Spannung! Sowas hat das
Emslandstadion schon lange nicht mehr gesehen. Doch eins nach dem
anderen. Mit dem SV Wilhelmshaven hatte das Team von Trainer Hubert
Hüring einen schweren Brocken zu Gast, rangierten die
Jadestädter doch auf dem dritten Rang und sind sie schon seit
Oktober ungeschlagen. Doch ein Sieg für Meppen war Pflicht, denn
nach dem Unentschieden in Hannover waren es nun schon wieder acht
Punkte Rückstand zum Relegationsplatz. Es sollte ein von beiden
Seiten hochklassiges Spiel werden. Nach 35 Minuten brachte René
Wessels die Meppener Elf zum ersten mal in Führung, doch nur
wenige Minuten später pfiff der Schiedsrichter einen Foulelfmeter
für die Gäste, welche nun zum Ausgleich verwandelten. Es
schien mit einem 1-1 in die Pause zu gehen, doch in den letzten
Sekunden vor dem Schlusspfiff der ersten Hälfte ging Meppen erneut
in Führung durch ein wahres Jahrhunderttor! Goalie Marcus Antczak
schlug den Ball ab, der flog übers ganze Spielfeld, setzte vor dem
gegnerischen Tor noch einmal auf und über den Wilhelmshavener
Torhüter ins Tornetz! Wahnsinn! Ein ungläubiger Blick auf die
Anzeigetafel, und tatsächlich... Torschütze Marcus Antczak!
Doch schon nach 47 Minuten fiel schon wieder der Ausgleich. Eine
viertel Stunde später ging Meppen abermals in Führung,
Defensivmann Isaac Junior N'gole traf ins Tor. Doch dabei blieb es
nicht. Wieder einmal war eine Standardsituation entscheidend. Ecke
Wilhelmshaven! Sergey Zimin tritt an und bringt den Ball nicht nur vor
das Tor, nein, ein kleiner Windstoß drückt den Ball direkt
ins Netz. 3-3! Was ist das bloß für ein Spiel?!? Die
Zuschauer hatten bis auf diese bittere 3-3-"Niederlage" und den vielen
abgestorbenen Nerven ihren Spaß. Die Stimmung auf den Rängen
war bestens, der Support im Block so gut wie lange nicht mehr. Auch die
Bengale eines Meppener Fans fand den Weg auf die Alte Tribüne.
Kaum wurde der Block in ein rotes Licht gehüllt, feuerten die bis
dahin unauffälligen Gästefans eine Rakete ab, welche vor
ihnen auf der alten Laufbahn hinter dem Tor landete. Nach dem sie aus
dem Stadion verwiesen wurden, feuerten sie eine zweite Leuchtspur ab.
Und zwar von außen hinter dem Gästeblock, zwischen die noch
übrig gebliebenden Gäste durch, direkt vor die Neue
Tribüne. So ein krankes Volk! Langsam aber sicher ging der
Fußballabend Zuende. Trotz einem sehr unterhaltsanem Spiel bleibt
mal wieder die Ernüchterung über verlorene Punkte, denn
mittlerweile muss schon fast jedes Spiel gewonnen werden.
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