DJK Germania Gladbeck
1 - 0
SC Preußen 06 Münster
16. März 2008
Sonntag, 15:00 Uhr
Oberliga Westfalen
(4. Liga)
1.100 Zuschauer
(750 Gäste)
Stadion Gladbeck / Vestische Kampfbahn im Volkspark Wittringen (37.612)
Burgstraße 2
45964 Gladbeck
Nordrhein-Westfalen
Schon vor dem Stadion gab es erste bekannte Gesichter zu sehen. Ich schien wohl nicht der einzige Stadioninteressierte zu sein, welcher sich heute dieses Spiel ausgesucht hatte. Kein Wunder bei diesem Stadion und einem Gastverein mit dem größten Fanaufkommen der Liga. Die Vestische Kampfbahn wurde bereits 1928 eröffnet und hört heutzutage hauptsächlich auf die einfache Bezeichnung "Stadion Gladbeck". Laut offiziellen Angaben verfügt es immer noch über knapp 37.000 Zuschauerplätze, darunter 2.500 unüberdachte Sitzschalen. Der Rest des weiten Runds besteht aus Stehrängen mit bis zu 35 Stufen. Unterbrochen werden die Stufen durch die drei aus Ruhrsandstein erbauten Eingangstore, welche wohl einen entscheidenden Teil dazu beigetragen haben dass das Stadion vor 22 Jahren unter Denkmalschutz gestellt wurde. Ein ziemlich geniales Teil! Seit dem Aufstieg im vergangenen Jahr trägt der DJK Germania hier seine Heimspiele aus. Heute kämpft der Verein um die Qualifikation zur 5. Liga. Dank der Spielklassenreform spielen die aktuellen Oberligisten in der nächsten Saison entweder in der Regionalliga West, in der NRW-Liga oder aber in den dann sechstklassigen Verbandsligen. Der Gast aus Münster hingegen hat beste Chancen auf die Qualifikation zur Regionalliga. Obwohl man dafür auch Gegner wie Gladbeck schlagen sollte. Schon nach sechs Minuten gingen die Germanen mit 1-0 in Führung und konnten das Ergebnis auf dem völlig aufgeweichten Platz halten. In der zweiten Hälfte wurden die Preußen zwar stärker, aber es half nichts. Überraschungssieg von Germania Gladbeck! Dabei hatten die Münsteraner heute ein echtes Heimspiel, zumindest wenn es nach der Anzahl der Fans geht. Knapp 700-800 von ihnen ließen sich hier heute nassregnen. Zwar gab es hin- und wieder Anfeuerungsrufe, der ultraorientierte Support blieb allerdings erwartungsgemäß aus. Völlig verständlich nach dem, was sich in den letzten Wochen in Münster abgespielt hat. Den Höhepunkt setzten wohl Hausdurchsuchungen bei der Curva Monasteria vor dem Heimspiel in der vergangenen Woche. Die Staatsmacht schien mal wieder völlig übertrieben hart eingegriffen zu haben. Auch heute gab es ein emenses Polizeiaufgebot im Stadion, inklusive eines Kamerawagens in der Nähe der Gästefans. Doch nicht von den Gästefans, sondern von der Handvoll Ultras aus Gladbeck kam es während des Spiels zwei mal zum Einsatz von Rauchbomben. Zwei Polizisten höheren Alters standen daneben und sprachen sie dann auch irgendwann mal an dass sie es sein lassen sollten. Hätte Münster den Rauch gezündet, wäre mit Sicherheit gleich der Block gestürmt und nicht mit dem Einsatz von Schlagstöcken gegeizt worden. Tagesfazit: Wirklich netten Ground gemacht! Günstiger Tag! Nur gutes Wetter und etwas mehr Stimmung hätte es geben dürfen.


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