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Schon
vor dem Stadion gab es erste
bekannte Gesichter zu sehen. Ich schien wohl nicht der einzige
Stadioninteressierte zu sein, welcher sich heute dieses Spiel
ausgesucht hatte. Kein Wunder bei diesem Stadion und einem Gastverein
mit dem größten Fanaufkommen der Liga. Die Vestische
Kampfbahn wurde bereits 1928 eröffnet und hört heutzutage
hauptsächlich auf die einfache Bezeichnung "Stadion Gladbeck".
Laut offiziellen Angaben verfügt es immer noch über knapp
37.000 Zuschauerplätze, darunter 2.500 unüberdachte
Sitzschalen. Der Rest des weiten Runds besteht aus Stehrängen mit
bis zu 35 Stufen. Unterbrochen werden die Stufen durch die drei aus
Ruhrsandstein erbauten Eingangstore, welche wohl einen entscheidenden
Teil dazu beigetragen haben dass das Stadion vor 22 Jahren unter
Denkmalschutz gestellt wurde. Ein ziemlich geniales Teil! Seit dem
Aufstieg im vergangenen Jahr trägt der DJK Germania hier seine
Heimspiele aus. Heute kämpft der Verein um die Qualifikation zur
5. Liga. Dank der Spielklassenreform spielen die aktuellen Oberligisten
in der nächsten Saison entweder in der Regionalliga West, in der
NRW-Liga oder aber in den dann sechstklassigen Verbandsligen. Der Gast
aus Münster hingegen hat beste Chancen auf die Qualifikation zur
Regionalliga. Obwohl man dafür auch Gegner wie Gladbeck schlagen
sollte. Schon nach sechs Minuten gingen die Germanen mit 1-0 in
Führung und konnten das Ergebnis auf dem völlig aufgeweichten
Platz halten. In der zweiten Hälfte wurden die Preußen zwar
stärker, aber es half nichts. Überraschungssieg von Germania
Gladbeck! Dabei hatten die Münsteraner heute ein echtes Heimspiel,
zumindest wenn es nach der Anzahl der Fans geht. Knapp 700-800 von
ihnen ließen sich hier heute nassregnen. Zwar gab es hin- und
wieder Anfeuerungsrufe, der ultraorientierte Support blieb allerdings
erwartungsgemäß aus. Völlig verständlich nach dem,
was sich in den letzten Wochen in Münster abgespielt hat. Den
Höhepunkt setzten wohl Hausdurchsuchungen bei der Curva Monasteria
vor dem Heimspiel in der vergangenen Woche. Die Staatsmacht schien mal
wieder völlig übertrieben hart eingegriffen zu haben. Auch
heute gab es ein emenses Polizeiaufgebot im Stadion, inklusive eines
Kamerawagens in der Nähe der Gästefans. Doch nicht von den
Gästefans, sondern von der Handvoll Ultras aus Gladbeck kam es
während des Spiels zwei mal zum Einsatz von Rauchbomben. Zwei
Polizisten höheren Alters standen daneben und sprachen sie dann
auch irgendwann mal an dass sie es sein lassen sollten. Hätte
Münster den Rauch gezündet, wäre mit Sicherheit gleich
der Block gestürmt und nicht mit dem Einsatz von
Schlagstöcken gegeizt worden. Tagesfazit: Wirklich netten Ground
gemacht! Günstiger Tag! Nur gutes Wetter und etwas mehr Stimmung
hätte es geben dürfen.
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