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Einfach
katastrophal was sich unsere Mannschaft da heute geleistet hat! Im
Emslandderby zum
Rückrundenstart ging der Tabellendritte Meppen als klarer Favorit
ins Spiel gegen den aktuellen Tabellenletzten aus Lingen, welcher in
den bisherigen 17 Punktspielen gerade einmal sieben eigene Tore
erzielen konnte. Heute kamen drei Tore sowie ein Sieg im Prestigeduell
hinzu! In einem von beiden Seiten grausigen Spiel auf dem schwer zu
bespielenden Rasen hatte Meppen die erste dicke Chance. René
Wessels hätte den Ball einfach ins leere Tor einschieben
müssen, doch er traf nur den Pfosten! Unglaublich! Stattdessen
ging Lingen nach 20 Minuten in Führung. Dann noch in der ersten
Hälfte der Ausgleich und kurz nach Wiederanpfiff die
erlösende Führung der blau-weißen. Kaum zu glauben,
doch Rainer Kremer drehte mit seinem Ausgleich in der 70. und dem
Führungstreffer in der 90. Spielminute das Spiel zu Gunsten des
Gastgebers. Provozierend winkte er in die Meppener Fankurve und
ließ sich direkt vor dem Gästeblock von Mitspielern und
Betreuern feiern. Für mich ganz klar das A....loch des Tages!!!
Mit so einer Leistung hat Meppen in der oberen Tabellenhälfte
jedenfalls absolut nichts zu suchen. Mindestens zweidrittel aller
Zuschauer waren heute den Gästen zuzuordnen, die Gegengerade sowie
der Stehplatzbereich rechts neben der Tribüne wurde für die
Meppener abgesperrt. Bis zur knapp 20. Minute blieb es ziemlich ruhig
im weiten Rund des Emslandstadions, denn die Szene Meppen hatte zum
Boykott aufgerufen. Grund waren zahlreiche teils übertriebene
Stadionverbote, massive Einschnitte von Sicherheitsorganen ins Privat-
und Berufsleben einzelner Fans aufgrund von Vermutungen und
Verdächtigungen sowie die allgemeine Medienhetze auf die Meppener
Fanszene. Dazu wurden Spruchbänder wie "Gewalttäter und
Rassisten? Fickt euch ihr Statisten!", "Gegen willkürliche
Stadionverbote", "Die Presse hat's geschafft - Medienhetze mit aller
Macht" oder dem altbekannten "Wenn recht zu unrecht wird, wird
Widerstand zur
Pflicht!" präsentiert. Während die Heimstimmung mit "nicht
vorhanden" bezeichnet werden konnte, gab es nach dem Boykott auf
Gästeseite immer mal wieder lautstarke Gesänge. Leider mit
vielen, teilweise längeren Unterbrechungen, so dass es letztlich
wohl etwas zu wenig für ein Derby war. Zu Beginn der zweiten
Hälfte wurden mehrere blaue und weiße Folienschals in die
Höhe gehalten. Dem massiven Polizeiaufgebot wurde keinen
Anlass zum Eingreifen geboten. Unterm Strich ein Tag den man am
liebsten so schnell wie möglich vergessen möchte!
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