TuS Lingen
3 - 2
SV Meppen
31. Januar 2009
Samstag, 15:00 Uhr
Oberliga Niedersachsen West
(5. Liga)
2.500 Zuschauer
(1.700 Gäste)
Emslandstadion (7.500)
Teichstraße 18
49808 Lingen (Ems)
Niedersachsen
Einfach katastrophal was sich unsere Mannschaft da heute geleistet hat! Im Emslandderby zum Rückrundenstart ging der Tabellendritte Meppen als klarer Favorit ins Spiel gegen den aktuellen Tabellenletzten aus Lingen, welcher in den bisherigen 17 Punktspielen gerade einmal sieben eigene Tore erzielen konnte. Heute kamen drei Tore sowie ein Sieg im Prestigeduell hinzu! In einem von beiden Seiten grausigen Spiel auf dem schwer zu bespielenden Rasen hatte Meppen die erste dicke Chance. René Wessels hätte den Ball einfach ins leere Tor einschieben müssen, doch er traf nur den Pfosten! Unglaublich! Stattdessen ging Lingen nach 20 Minuten in Führung. Dann noch in der ersten Hälfte der Ausgleich und kurz nach Wiederanpfiff die erlösende Führung der blau-weißen. Kaum zu glauben, doch Rainer Kremer drehte mit seinem Ausgleich in der 70. und dem Führungstreffer in der 90. Spielminute das Spiel zu Gunsten des Gastgebers. Provozierend winkte er in die Meppener Fankurve und ließ sich direkt vor dem Gästeblock von Mitspielern und Betreuern feiern. Für mich ganz klar das A....loch des Tages!!! Mit so einer Leistung hat Meppen in der oberen Tabellenhälfte jedenfalls absolut nichts zu suchen. Mindestens zweidrittel aller Zuschauer waren heute den Gästen zuzuordnen, die Gegengerade sowie der Stehplatzbereich rechts neben der Tribüne wurde für die Meppener abgesperrt. Bis zur knapp 20. Minute blieb es ziemlich ruhig im weiten Rund des Emslandstadions, denn die Szene Meppen hatte zum Boykott aufgerufen. Grund waren zahlreiche teils übertriebene Stadionverbote, massive Einschnitte von Sicherheitsorganen ins Privat- und Berufsleben einzelner Fans aufgrund von Vermutungen und Verdächtigungen sowie die allgemeine Medienhetze auf die Meppener Fanszene. Dazu wurden Spruchbänder wie "Gewalttäter und Rassisten? Fickt euch ihr Statisten!", "Gegen willkürliche Stadionverbote", "Die Presse hat's geschafft - Medienhetze mit aller Macht" oder dem altbekannten "Wenn recht zu unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht!" präsentiert. Während die Heimstimmung mit "nicht vorhanden" bezeichnet werden konnte, gab es nach dem Boykott auf Gästeseite immer mal wieder lautstarke Gesänge. Leider mit vielen, teilweise längeren Unterbrechungen, so dass es letztlich wohl etwas zu wenig für ein Derby war. Zu Beginn der zweiten Hälfte wurden mehrere blaue und weiße Folienschals in die Höhe gehalten. Dem massiven Polizeiaufgebot wurde keinen Anlass zum Eingreifen geboten. Unterm Strich ein Tag den man am liebsten so schnell wie möglich vergessen möchte!



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