TSV Alemannia Aachen
6 - 2
1. FC Nürnberg
15. Februar 2009
Sonntag, 14:00 Uhr
2. Bundesliga
20.155 Zuschauer
(2.000 Gäste)
Stadion Tivoli (21.300)
Krefelder Straße 187
52070 Aachen
Nordrhein-Westfalen

Nachdem das Auswärtsspiel in Pewsum dem Winter zum Opfer fiel, sollte die Wahl eines Alternativspiels nicht lange auf sich warten lassen. Die Gelegenheit zum Besuch des alten Tivolis mit einem interessanten Gegner wie Nürnberg konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen, zumal das Stadion schon im Sommer durch einen in der unmittelbaren Nähe entstehenden Neubau ersetzt werden soll. Der alte Ground wird abgerissen um Platz für ein Wohngebiet zu schaffen! Da blutet das Herz eines Stadionfreundes! Zu zweit machte man sich per WE-Ticket auf dem Weg in die Kaiserstadt. Die am Tag zuvor reservierten Karten für den Würselener Wall lagen bereit und nachdem die zu viel gekauften Tickets (wohl falsch kalkuliert bei der Mitfahrersuche) wieder an den Mann gebracht werden mussten, konnte es ins Stadion gehen, welches ganz gut gefallen konnte. Bei mehr als die Hälfte aller Zuschauerplätze handelt es sich um unüberdachte Stehplätze (besonders der steile Würselener Wall konnte gefallen) mit Nähe zum Spielfeld. Die beiden Geraden wurden mit überdachten Tribünen für Sitz- und Stehplätze ausgestattet. Von der tollen Atmosphäre im Hexenkessel Tivoli hatte man schon gehört, heute war davon aber bis auf dem Treiben im Gästeblock trotz hohen Sieg kaum etwas zu spüren. Hin- und wieder gab es im Stadion laute Gesänge, dann aber wieder minutenlange Stille. Ein ganz kleiner Haufen Ultras auf den überdachten Stehrängen war zwar öfters mal in Bewegung zu sehen, in 90 Metern Entfernung aber rein gar nicht zu hören. Absolut enttäuschend! Die Gästefans waren in gleicher Entfernung und präsentierten sich während der kompletten ersten Hälfte sehr lautstark und abwechlungsreich. Sie dominierten also ganz klar! Sehr Schade dass das Spiel so schnell entschieden war, schon zur Pause lagen die Cluberer 1-4 hinten und der Support wurde eingestellt. Von Aachen dann später zahlreiche Einlagen wie "Oh wie ist das schön..." und ähnliche Freudenausbrüche. Das Spiel zwischen dem 6. und 5. der Liga ging überraschend klar an die Heimmannschaft, welche den Gegner letztlich gar mit 6-2 nach Hause schickte. Mann des Tages mit einem tollen Spiel und zwei Toren war der erste 18-jährige Juniorennationalspieler Lewis Holtby - kann noch mal ein ganz großer werden. Gleich nach Spielende suchte man sich einen Bus für die Rückfahrt zum Hauptbahnhof, wo um 16:13 Uhr der Zug richtung Heimat starten sollte. Um 16:14 Uhr sahen wir dann auf dem Gleis die Rücklichter unseres Zuges! Sehr gerne hätte man sich bei der "betuchten Dame" bedankt, welche unterwegs in den überfüllten Bus zugestiegen war, sich beim Fahrer ausfühlich über die richtige Verbindung informierte um dann Schritt für Schritt wieder auszusteigen! Aber gut, zumindest gab es noch die Möglichkeit eine Stunde später zu fahren und so ging es ohne weitere Vorkommnisse wieder ins Emsland.
 



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