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Endlich
mal wieder eine vernünftige Auswärtsfahrt mit dem Zug, sowas
wird einem in dieser Liga ja leider auch nicht mehr allzu oft geboten.
Das Gastspiel beim ehemaligen Zweitligisten Arminia Hannover ist eh
immer ganz gerne gesehen, auch wenn einem immer noch Bilder übler
Niederlagen und vielen Toren von Erdman und Capin vor den Augen auf-
und ablaufen. Heute sollte alles anders werden, schließlich
mischt Meppen in der Spitzengruppe mit und Arminia stochert mit seinem
Talent im Tabellenkeller rum. Blöd nur, dass der SVM sich gerade
bei solchen Gegnern traditionell besonders schwierig tut. So auch
heute! Der Gastgeber war schlecht, aber das einzige was Meppen
entgegenzusetzen hatte waren zahlreiche Schüsse neben das Tor. Das
sollte sich nach 25 Minuten rächen, als nämlich die Arminia
in Führung ging. Mit Beginn der zweiten Hälfte kam
Grotlüschen, welcher im Winter zur Mannschaft stieß und nun
sein erstes Pflichtspiel für den SVM bestreiten sollte, auf das
Spielfeld. Fünf Minuten später erzielte er seinen ersten
Treffer. Nicht schlecht, aber als Ex-Oldenburger braucht es schon etwas
mehr um sich in die Herzen der Fans zu spielen. Durch einige grobe
Schnitzer sollte den Gastgebern in den folgenden drei Minuten nun zwei
Tore gelangen! Urplötzlich stand es 3-1 für die Arminia, ganz
zur Enttäuschung der mehr als 100 Gästeanhänger. Man kam
noch an ein 3-2 ran und in einer spannenden Schlussphase gar an den 3-3
Ausgleich! Geile Sache, aber unterm Strich trotzdem enttäuschend.
Immerhin, die Mannschaft wurde heute endlich mal wieder lautstark
unterstützt. Dass einem ein Platz auf der Tribüne angeboten
wurde, spielte uns dabei natürlich in die Karten. Hier kam man
teilweise (und besonders nach den letzten beiden Toren des SVM) durch
die gut 40-50 Supporter auf eine ganz gute Lautstärke. Hat man ja
irgendwie doch mächtig vermisst! Schon zum Spielbeginn wurde das
Spruchband "Trotz der Sturheit im Verein - werden wir für unsere
Mannschaft schreien!!!" präsentiert. Für die Rückfahrt
der 50 Zugfahrer wurde eigens eine Straßenbahn bereit gestellt,
damit der 17:09-Zug noch erreicht würde, welcher laut Angaben der
Allgemeinen Clown- und Assi-Brigade (kurz A.C.A.B.) auf jeden Fall 10
Minuten warten würde. Aber nix da, bei unserer Ankunft um 17:13
Uhr rollte die Bahn gerade aus, so dass man nun tolle zwei Stunden in
Hannover (einem kleinen Vorort von Wunstorf) rumbringen musste. Eine
harte Aufgabe für die Fans des SV Meppen, welche letztlich mit
viel Mut und Aufopferung gemeistert wurde. Was einen nicht umbringt,
macht einen nur stärker!
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