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Roda
Kerkrade empfing nun also zur Mittagsstunde den niederländischen
Rekordmeister Ajax Amsterdam. Nur ist das mit den Tickets im Land von
Königin Beatrix ja immer so eine Sache. Einer Mail vor einigen
Tagen folgte ein Anruf des
Vereins, dass ein Kauf der Eintrittskarten für Ausländer auch
ohne
Clubcard möglich sei, in dem man sich mit dem Perso an Kasse 2
meldet. Bei unserem Eintreffen war es allerdings erst 9 Uhr, und die
Kassen sollten erst zwei Stunden später öffnen. Wir trafen
trotzdem schon Vereinsangehörige bei denen wir unser Glück
versuchten. Der Herr im feinen Anzug bestand nun allerdings auf sein
regelloses "Nee" und dass keine Ausnahmen gemacht werden könnten,
man müsse schon eine Clubcard beantragen. Erst bei der netten
deutschsprachigen Dame, welche bei der Diskussion ebenfalls anwesend
war, hatten wir Glück. Sie fragte uns genau wie die Dame am
Telefon (war es die Gleiche? Man weiß es nicht!) woher aus
Deutschland wir kommen würden. Die Antwort "Münster" schien
ein Volltreffer gewesen sein, denn um je 20 € erleichtert wurden uns
nun sogar völlig ohne Vorlage des Personalausweises zwei Tickets
in die Hand gedrückt. Heel prachtig, dank u well! Parkplätze
gibt es Rund um das Stadion ja zu Genüge. Leider sind diese nicht
allzu günstig. Also mal eben mit dem Wagen auf den Parkplatz
zugesteuert und sich vom Einweiser den Preis nennen lassen. 7 € sollten
es sein! "Neeee Danke, wo kann man denn hier umsonst parken?" rutschte
mir noch raus, aber Sekunden später wechselte das Geld dann
trotzdem seinen Besitzer. Schließlich hatte man es nach dem Spiel
ja eilig und man wollte nicht viel Zeit verlieren. Seit 2000 spielt
Roda nun im Parkstad Limburg Stadion, einem modernen komplett
überdachten All-Seater für fast 20.000 Zuschauer. Soweit
eigentlich nichts Besonderes, sehenswert ist allerdings die
geschwungene Dachkonstruktion sowie die von einem
lichtdurchlässigen Zeltdach ummantelten Flutlichter. Das Spiel des
15. gegen den dritten machte einen recht ausgeglichenen Eindruck, was
sich später auch im Ergebnis wiederspiegelte. Ajax ging nach 24
Minuten durch einen Foulelfmeter in Führung und nur Sekunden nach
Wiederanpfiff fiel auch schon der Ausgleich. Es folgte in der zweiten
Hälfte sogar der Führungstreffer der Hausherren, bald darauf
aber der Ausgleich durch Ajax, welche diesen mit 10 Mann in den letzten
10 Minuten auch halten konnten. Stimmungstechnisch eher ein maues
Spiel, da halfen auch die Konfettikanonen zu Spielbeginn nichts. Die
Roda-Supporter konnten erst nach dem 2-1 eine passable Stimmung
erzeugen, ansonsten gab es nur etwas Sing-Sang, welches nicht allzu
viel Aufmerksamkeit auf sich zog. Die Gästefans waren nur selten
zu hören, größtenteils kam von dort gar nichts. Da
erschien die Ultras-Blockfahne zu Spielbeginn im Nachhinein als etwas
unpassend. In der Nachspielzeit stand man auch schon bereit um zum
Ausgang zu stürmen, denn um 15 Uhr gab es ja den Drittligakick in
Belgien zu bestaunen. Der Abfahrtsstau hielt sich noch in Grenzen. Der
Weg führte uns nun über eine Ecke Deutschlands nach Belgien.
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