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Das
markante Stadiongewand wies mir schon von weitem den Weg durch das
Wohngebiet. Kaum ein Stadion hat mehr das Recht einen Sponsornamen zu
tragen, wie das Philips Stadion. Immerhin stellte der Konzern bereits
im Jahr 1913 das Gelände für den Philips-Sportverein (PSV)
zur Verfügung, seit dem wurde das Stadion stetig weiter ausgebaut.
Die doppelstöckigen Ränge des Stadions wirken recht steil und
fassen gut 35.000 Sitzschalen. Der letzte größere Umbau fand
zur EM 2000 statt, als
nämlich die Ecken geschlossen wurden. Ich hatte das "Glück"
mir einer der Tickets für einen Platz in der Ecke (Block GG) im
Vorverkauf zu ergattern. Nach gefühlten Hunderten von
Treppenstufen erreichte
ich meinen Sitzplatz und ich musste feststellen dass ich den bisherigen
knapp 1.000 Spielen selten solch einen schlechten Platz gehabt hatte
wie diesen. Aber gut, wer wird denn hier schon gleich so anspruchsvoll
sein. Den PSV-Fans dürfte es recht egal sein, ihr Team gewinnt
sowieso immer. Was für ein erfolgsverwöhntes Publikum! Als
Spitzenreiter empfing man heute den Tabellenletzten aus Waalwijk. Schon
zur Halbzeit führte der Gastgeber mit 4-0, von einer euphorischen
Stimmung konnte allerdings keine Rede sein. Sicherlich gab es nach den
Toren etwas geklatsche, das war dann aber auch schon das höchste
aller Gefühle. Gelegentlich war ein "Come on PSV, come on PSV"
(remember Tilburg) zu hören, viel mehr allerdings nicht. Die
Gästefans (von meinem Platz aus nicht zu erkennen wie viele es
gewesen sein mögen) waren während 89 Minuten und 55 Sekunden
(5 Sekunden klatschen beim Ehrentreffer) überhaupt gar nicht zu
hören. Der PSV spielte seinen Gegner regelrecht an die Wand und
schien in der zweiten Hälfte nur noch das nötigste zu tun.
Ihnen lag ja noch der 3-2 Sieg gegen den Hamburger SV am Donnerstag in
den Beinen, bei dem sie aufgrund des verlorenen Hinspiels aus der Euro
League ausschieden. Am Ende des heutigen Spiels hieß es dann 5-1.
Dabei wurde in der Schlussphase per Durchsage und Anzeigetafel eine
Unwetterwarnung herausgegeben in der vor extrem starken
Windstößen gewarnt wurde. Wenige Minuten später durften
diese dann selbst erlebt werden, so flog man die paar Hundert Meter vom
Stadion zum Hauptbahnhof regelrecht nur so durch die Luft. So kamen
dann wohl die ersten Meter für die persönliche
Flug-Kilometer-Statistik 2010 zusammen. Nach Umstiegen in
's-Hertogenbosch, Deventer, Bad Bentheim und Rheine hatte mich mein
Wohnort gegen Mitternacht mit drei niederländischen Profistadien
als Souvenir im Gepäck auch schon wieder.
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