|
Scheiß
DSF! Normalerweise gehört jedes einzelne dieser fanfeindlichen
Zweitligapartien am Montagabend boykottiert, doch die heutige Partie
der Aachener Alemannia gegen die Düsseldorfer Fortuna passte
einfach zu gut ins verlängerte Wochenende um sie sich entgehen zu
lassen. Nach Martin an der A 1 bei MS-Nienberge aufgelesen wurde, ging
es auch schon in Richtung deutsch-niederländisch-belgisches
Dreiländereck. Kurz noch einen Hassanfall bekommen dass für
den Parkplatz eines Einkaufszentrums gegenüber vom Stadion 5 € zu
berappen waren (was ist eigentlich wenn man da wirklich einkaufen
will?!?), man aber aufgrund von Zeitnot keine große Wahl hatte,
ging es auch schon rein in den neuen Tivoli. Der neue
Fußballtempel wird mit Sicherheit nie an den Kultstatus des
wenige Hundert Meter entfernten alten Tivolis herankommen. Aber der
neue Spielort ist ein zweckmäßiges und kompaktes Stadion,
welcher auf der Südseite mit einer 10.500 Zuschauer fassenden
Stehtribüne überzeugen kann. Hier präsentierten die
Alemannia-Fans zu Spielbeginn auch eine Wurfrollen-Choreo über
mehrere Blöcke, welche vom eigenen Standpunkt im Stehplatzbereich
leider nicht zur Geltung kam, von den anderen Tribünen aus gesehen
aber wohl ein ganz nettes Bild abgegeben haben muss. Die Gesänge
konnten sich zunächst wirklich hören lassen, sie wirkten
richtig laut und bemerkenswert. Aber schon nach wenigen Minuten
verflachten diese Gesänge völlig, es gab sogar immer wieder
minutenlange Pausen und die gut 5.000 Gäste aus Düsseldorf
machten die heutige Partie zu einem klaren Heimspiel für die
Fortuna (nicht zu vergessen dass ich selbst unweit der Aachen-Supporter
in der gegenüberliegenden Ecke stand). Von ihnen gab es laute,
andauernde, abwechlungsreiche und einpräsame
(Forforforforforfor-tutututututu-nananananana - Fooortuuunaaa)
Gesänge. Spielbestimmend waren über den Großteils des
Spiels die gelb-schwarzen Gastgeber, doch der Gast aus Düsseldorf
war es, welcher nach 25 Spielminuten das Tor des Tages erzielen und
somit das Spiel für sich entscheiden konnte. Noch ein wenig
Abfahrtsstau und schon fanden wir uns wieder auf der Autobahn wieder um
zwei Stunden später wieder Münster zu erreichen.
|