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Den
Sonnenaufgang erlebte ich in Köln. Doch lange blieb ich nicht
hier, denn es galt ja vor dem Spiel in Saarbrücken noch ein
weiteres Kreuz auf meiner Sehenswürdigkeitenliste abzuhaken. Die
Wahl fiel auf die Porta Nigra in Trier! Hierbei handelt es sich um ein
ehemaliges römisches Stadttor aus dem zweiten Jahrhundert!
Wirklich ein nettes Törchen, ebenso wie die Altstadt Triers!
Weiter gings entlang der schönen Bahnstrecke an Mosel und Saar
nach Saarbrücken. Nach 20 Minuten Fußweg erreichte ich auch
schon das Ludwigsparkstadion, welches definitiv zu den schönsten
Fußballstadien im deutschen Profifußball gehört, wobei
dies heutzutage ja nicht so schwierig ist. Die weitläufige
Schüssel verfügt über zahlreiche steile
Stehplatzränge sowie zwei sehenswerte überdachte
Tribünen. Im März 1954, ein Jahr nach seiner Eröffnung,
erreichte das Stadion sein Zuschauerrekord von 53.000 beim
Länderspiel Saarland vs. Deutschland. Leider scheinen die
Umbaupläne dieser nicht mehr allzu modernen Spielstätte immer
konkreter zu werden. So stellt man derzeit Überlegungen an eine
moderne Arena nach dem Vorbild Zentralstadion Leipzig in die alte
Schüssel hineinzubauen! Funktionäre die so etwas ernsthaft in
Erwägung ziehen gehören wirklich.... ach egal...! Ebenso
traditionsreich wie das Stadion ist auch der heutige Gastgeber. Der 1.
FC Saarbrücken lief 1963/64, 1976-78, 1985/86 sowie 1992/93 in der
Bundesliga auf. In der zweiten Liga spielte man zuletzt 2005/06, ehe
der Absturz und Durchmarsch in die Oberliga folgte. Anschließend
allerdings marschierte der Verein in entgegengesetzter Richtung erneut
durch und ist in dieser Saison in der 3. Liga angekommen. Der heutige
Gast aus Braunschweig spielte sogar noch ein paar Jährchen
länger in der Bundesliga. Ein nettes Duell also gleich zu Beginn
der Saison! Mehr als 7.000 Zuschauer waren gekommen. Die
Saarbrücker Supporter der "Ultras Virage Est" präsentierten
zu Spielbeginn in ihrem Block eine Tafel-Wendechoreo, welche ein
wirklich hübsches Bild abgab. Die Unterstützung auf den
Rängen (= Virage Est hinter dem Tor und ein weiterer Fanblock vor
der Gegentribüne) war größtenteils gut und ausdauernd,
ebenso die Stimmung der knapp 80 Gästesupporter. Auf dem Spielfeld
kam erst nach gut einer Stunde der Einbruch. Dem 0-1 folgte das 0-2 und
das 0-3 ließ nun auch nicht mehr lange auf sich warten. Unterm
Strich blieb ein angenehmer Stadionbesuch in Erinnerung. Meine
Rückreise nach Münster klappte dann auch
planmäßig, gegen Mitternacht erreichte ich die Stadtgrenze!
Doch für die letzten zehn Kilometer reichte es dann nicht mehr.
Kurz vor dem Ziel hatte der Zug keine Lust mehr und ging kaputt -
Lokschaden! Die Taxigutscheine gingen auch irgendwann aus so dass ich
mit einem Nachtbus um 1,5 Stunden verspätet Zuhause war um noch
einige Stunden Schlaf zu tanken.
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