1. FC Saarbrücken
0 - 3
Eintracht Braunschweig
31. Juli 2010
Samstag, 14:00 Uhr
3. Liga
7.294 Zuschauer
(320 Gäste)
Ludwigsparkstadion (35.303)
Camphauser Straße
66113 Saarbrücken
Saarland
Den Sonnenaufgang erlebte ich in Köln. Doch lange blieb ich nicht hier, denn es galt ja vor dem Spiel in Saarbrücken noch ein weiteres Kreuz auf meiner Sehenswürdigkeitenliste abzuhaken. Die Wahl fiel auf die Porta Nigra in Trier! Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges römisches Stadttor aus dem zweiten Jahrhundert! Wirklich ein nettes Törchen, ebenso wie die Altstadt Triers! Weiter gings entlang der schönen Bahnstrecke an Mosel und Saar nach Saarbrücken. Nach 20 Minuten Fußweg erreichte ich auch schon das Ludwigsparkstadion, welches definitiv zu den schönsten Fußballstadien im deutschen Profifußball gehört, wobei dies heutzutage ja nicht so schwierig ist. Die weitläufige Schüssel verfügt über zahlreiche steile Stehplatzränge sowie zwei sehenswerte überdachte Tribünen. Im März 1954, ein Jahr nach seiner Eröffnung, erreichte das Stadion sein Zuschauerrekord von 53.000 beim Länderspiel Saarland vs. Deutschland. Leider scheinen die Umbaupläne dieser nicht mehr allzu modernen Spielstätte immer konkreter zu werden. So stellt man derzeit Überlegungen an eine moderne Arena nach dem Vorbild Zentralstadion Leipzig in die alte Schüssel hineinzubauen! Funktionäre die so etwas ernsthaft in Erwägung ziehen gehören wirklich.... ach egal...! Ebenso traditionsreich wie das Stadion ist auch der heutige Gastgeber. Der 1. FC Saarbrücken lief 1963/64, 1976-78, 1985/86 sowie 1992/93 in der Bundesliga auf. In der zweiten Liga spielte man zuletzt 2005/06, ehe der Absturz und Durchmarsch in die Oberliga folgte. Anschließend allerdings marschierte der Verein in entgegengesetzter Richtung erneut durch und ist in dieser Saison in der 3. Liga angekommen. Der heutige Gast aus Braunschweig spielte sogar noch ein paar Jährchen länger in der Bundesliga. Ein nettes Duell also gleich zu Beginn der Saison! Mehr als 7.000 Zuschauer waren gekommen. Die Saarbrücker Supporter der "Ultras Virage Est" präsentierten zu Spielbeginn in ihrem Block eine Tafel-Wendechoreo, welche ein wirklich hübsches Bild abgab. Die Unterstützung auf den Rängen (= Virage Est hinter dem Tor und ein weiterer Fanblock vor der Gegentribüne) war größtenteils gut und ausdauernd, ebenso die Stimmung der knapp 80 Gästesupporter. Auf dem Spielfeld kam erst nach gut einer Stunde der Einbruch. Dem 0-1 folgte das 0-2 und das 0-3 ließ nun auch nicht mehr lange auf sich warten. Unterm Strich blieb ein angenehmer Stadionbesuch in Erinnerung. Meine Rückreise nach Münster klappte dann auch planmäßig, gegen Mitternacht erreichte ich die Stadtgrenze! Doch für die letzten zehn Kilometer reichte es dann nicht mehr. Kurz vor dem Ziel hatte der Zug keine Lust mehr und ging kaputt - Lokschaden! Die Taxigutscheine gingen auch irgendwann aus so dass ich mit einem Nachtbus um 1,5 Stunden verspätet Zuhause war um noch einige Stunden Schlaf zu tanken.



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