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Einen
Wahnsinnslauf haben zurzeit die Jungs vom Sportverein Meppen.
Tabellenplatz zwei nach acht Spieltagen und zuletzt fünf Siege in
Folge, wer hätte das vor der Saison schon gedacht?! Heute kam es
zum Gastspiel bei Eintracht Northeim, einem Verein aus der
letztjährigen Oststaffel. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen
Meppen und Northeim (damals noch als SuS Northeim, 1992 fusionierte man
mit anderen Vereinen zum heutigen FC Eintracht) fand in der Amateurliga
Niedersachsen-Saison 1969/70 statt. Die Northeimer verfügen
über ein recht hübsches Stadion, bestehend aus einer alten
Holztribüne mit fünf Bankreihen aus dem Jahr 1935 (erneuert
1995) sowie zu den Seiten und auf der Gegengerade über einige
unüberdachte Stehstufen. Die Meppener Busbesatzung war bei meinem
Eintreffen bereits vor Ort, wir alle wurden überrascht von der
Gastfreundschaft des FC Eintracht Northeim. Für die Gästefans
gab es eine Runde Freibier! Auch sonst hatte man allen Grund sich wohl
zu fühlen, denn man verzichtete auf die üblichen
Bauzäune, die den Meppenern für gewöhnlich vor die Nase
gestellt werden. Die weiteren Verpflegungspreise waren absolut in
Ordnung. Richtig gut also hier in Northeim, recht herzlichen Dank! Bei
Spätsommertemperaturen im Oktober zeigte Meppen leider nicht die
Leistung, die man sich erhofft hatte. Zwar ging man nach 27
Spielminuten etwas glücklich mit 1-0 in Führung, doch
Northeim drehte das Spiel und es sah lange Zeit nach einer Niederlage
aus, über die man sich nicht hätte beschweren können.
Doch in der Nachspielzeit netzte Dogan zum erlösenden 2-2 ein,
welches von den Gästefans letztlich wie ein Sieg gefeiert wurde.
Überhaupt gab es heute eine gute Stimmung auf den Rängen.
Während der ersten Hälfte glänzte Meppen mit einem
durchgängigen Dauersupport, welcher nach der Halbzeitpause
zunächst nicht fortgesetzt wurde, da man aufgrund der
tiefstehenden Sonne plötzlich ziemlich träge zu werden
schien. Von einer Sekunde zur anderen wurde dann aber wieder Vollgas
gegeben und es gab die einen oder anderen
(verhältnismäßig) lautstarken Gesänge. Auch in
Northeim gibt es eine Mini-Fanszene, welche hauptsächlich mit den
immer wieder einsetzenden Sirenen auf sich aufmerksam machte. Gleich
nach Abpfiff musste ich mich auch schon wieder von der Meute
verabschieden, denn um 17:30 Uhr hatte ich einen Termin in
Göttingen am Hauptbahnhof. Dort warteten vier Mitfahrer auf mein
Auto und mich, wobei einem nach Kassel, zwei nach Dortmund und einer
nach Münster eine Mitfahrgelegenheit geboten werden sollte.
Letztlich hatte ich die Spritkosten komplett wieder raus und besonders
im letzten Abschnitt recht nette Unterhaltung. Ein netter 20. Tag der
Deutschen Einheit!
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