FC Eintracht Northeim
2 - 2
SV Meppen 1912
3. Oktober 2010
Sonntag, 15:00 Uhr
Oberliga Niedersachsen
(5. Liga)
420 Zuschauer
(100 Gäste)
Gustav-Wegner-Stadion (3.500)
Am Rhumekanal 3
37154 Northeim
Niedersachsen
Einen Wahnsinnslauf haben zurzeit die Jungs vom Sportverein Meppen. Tabellenplatz zwei nach acht Spieltagen und zuletzt fünf Siege in Folge, wer hätte das vor der Saison schon gedacht?! Heute kam es zum Gastspiel bei Eintracht Northeim, einem Verein aus der letztjährigen Oststaffel. Das letzte Aufeinandertreffen zwischen Meppen und Northeim (damals noch als SuS Northeim, 1992 fusionierte man mit anderen Vereinen zum heutigen FC Eintracht) fand in der Amateurliga Niedersachsen-Saison 1969/70 statt. Die Northeimer verfügen über ein recht hübsches Stadion, bestehend aus einer alten Holztribüne mit fünf Bankreihen aus dem Jahr 1935 (erneuert 1995) sowie zu den Seiten und auf der Gegengerade über einige unüberdachte Stehstufen. Die Meppener Busbesatzung war bei meinem Eintreffen bereits vor Ort, wir alle wurden überrascht von der Gastfreundschaft des FC Eintracht Northeim. Für die Gästefans gab es eine Runde Freibier! Auch sonst hatte man allen Grund sich wohl zu fühlen, denn man verzichtete auf die üblichen Bauzäune, die den Meppenern für gewöhnlich vor die Nase gestellt werden. Die weiteren Verpflegungspreise waren absolut in Ordnung. Richtig gut also hier in Northeim, recht herzlichen Dank! Bei Spätsommertemperaturen im Oktober zeigte Meppen leider nicht die Leistung, die man sich erhofft hatte. Zwar ging man nach 27 Spielminuten etwas glücklich mit 1-0 in Führung, doch Northeim drehte das Spiel und es sah lange Zeit nach einer Niederlage aus, über die man sich nicht hätte beschweren können. Doch in der Nachspielzeit netzte Dogan zum erlösenden 2-2 ein, welches von den Gästefans letztlich wie ein Sieg gefeiert wurde. Überhaupt gab es heute eine gute Stimmung auf den Rängen. Während der ersten Hälfte glänzte Meppen mit einem durchgängigen Dauersupport, welcher nach der Halbzeitpause zunächst nicht fortgesetzt wurde, da man aufgrund der tiefstehenden Sonne plötzlich ziemlich träge zu werden schien. Von einer Sekunde zur anderen wurde dann aber wieder Vollgas gegeben und es gab die einen oder anderen (verhältnismäßig) lautstarken Gesänge. Auch in Northeim gibt es eine Mini-Fanszene, welche hauptsächlich mit den immer wieder einsetzenden Sirenen auf sich aufmerksam machte. Gleich nach Abpfiff musste ich mich auch schon wieder von der Meute verabschieden, denn um 17:30 Uhr hatte ich einen Termin in Göttingen am Hauptbahnhof. Dort warteten vier Mitfahrer auf mein Auto und mich, wobei einem nach Kassel, zwei nach Dortmund und einer nach Münster eine Mitfahrgelegenheit geboten werden sollte. Letztlich hatte ich die Spritkosten komplett wieder raus und besonders im letzten Abschnitt recht nette Unterhaltung. Ein netter 20. Tag der Deutschen Einheit!



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