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Am
Morgen wartete im Speisesaal ein ausgiebiges Frühstücksbuffet
auf uns. Mmmh, wirklich gut hier, so lässt es sich aushalten!
Draußen waren es jedoch zunächst einige Minusgerade die auf
uns warteten. Unser erstes Tagesziel war ein litauischer Drittligakick
im Nordwesten des Landes. Am Flüsschen Salantas im
1.900-Seelen-Örtchen Salantai sollte der örtliche Futbolo
Klubas um 14 Uhr ein Ligaspiel austragen. Gleich hinter dem
Ortseingang, rechts entlang der Straße sahen wir auch schon einen
unscheinbaren Bolzplatz. Blöd nur dass das Navi just in diesem
Moment anzeigte dass wir nach 20 Metern rechts abbiegen sollten und wir
somit unser Ziel erreicht hätten. Neiiiin! Heilige Scheiße!
Ein Rasenplatz mit ein paar einzelnen Bänken am Rand und sonst
nichts, aber immerhin im Grün gelegen. Für weiteres
stirnrunzeln sorgte ein Blick auf
die Uhr. Geschlagene 2,5 Stunden mussten nun noch tot geschlagen
werden! Wir waren viel zu
problemlos durchgekommen, es war einfach nichts los auf den
Straßen. Wir machten das beste aus der Situation und fanden sogar
einen geöffneten Supermarkt und eine Tankstelle. "Thank you"
meinte emkal zum Tankwart, nachdem er ihm half. Als Antwort gab es
ein unerwartetes "Niiix zu danken!" von dem guten Herrn. Wieso
bloß
werde ich das Gefühl nicht los dass Inesa von gestern abend auch
deutsch konnte?!? Wäre eine Erklärung! Schiedsrichter Tomas
Lavrinavič mit seinen Assistenten Linas Jakas und Tautvydas Lenkauskas
(an diesem Wochenende habe ich gelernt "Schiedsrichter sind
Ehrenleute", deshalb hier mal eine Nennung der heutigen Offiziellen)
pfiffen das Spiel freundlicherweise knapp 15 Minuten zu früh an,
was uns gut in die Karten spielte, zumal noch einige Kilometer zum 18
Uhr-Spiel nach Lettland zu fahren waren und nicht viel Zeit verliert
werden durfte. Das Spiel ging mit 0-3 Toren an den Gast aus Schaulen.
Es war der letzte Spieltag in diesem Kalenderjahr und somit auch in der
Saison 2010. Salantai belegte einen ruhmreichen neunten Platz, von
jedoch nur elf Mannschaften. Dieser Platz dürfte allerdings noch
für den Klassenerhalt genügen, da lediglich die letzten
beiden Teams absteigen. Die Weiterfahrt nach Lettland verlief
reibungslos, daran änderte auch die Polizeikontrolle einige
Kilometer hinter der Grenze nichts, immerhin ging diese fix von
Statten. Es sollte jedoch nicht der letzte Kontakt mit der lettischen
Policija bleiben.
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